Heute im Interview: Co-Trainer (der ersten), Trainer (der Reserve) und Libero in einem: Bernhard Fendt
Hi Puma, wie bist Du mit dem 4. Platz der Reserve in der Vorsaison zufrieden?
Nach einer durchwachsenen Vorrunde konnten wir uns in der Rückrunde enorm steigern und verloren lediglich gegen den Tabellenersten Erkheim und den Zweiten BSC Memmingen jeweils unglücklich mit 1:0.
Wichtiger als die Platzierung war jedoch, dass sich die Truppe in taktischer Hinsicht weiterentwickelt hat und dass sich einzelne Spieler individuell verbesserten.
Zudem wirkte sich die Siegesserie in der Rückrunde positiv auf die Stimmung in der Mannschaft aus.
Die Vorbereitung lief ja eher durchwachsen für die 2. Mannschaft. Wie ist das zu erklären?
Aufgrund von Verletzungssorgen verzichteten wir in der Vorbereitung größtenteils auf die Unterstützung durch Spieler aus dem Kader der 1. Mannschaft. Dies ist einerseits positiv zu bewerten, da sich die Spieler der 2. Garde beweisen konnten und mehr Spielpraxis erlangten. Jedoch fehlte uns dann natürlich die Erfahrung und teilweise auch die spielerische Klasse. Da sich unter unseren Vorbereitungsgegnern auch 2 A-Klassisten befanden, lässt sich die Bilanz von zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage aber durchaus sehen.
Nun zur neuen Saison. Was ist das Ziel der 2. und wie sollen die vielen Urlauber und verletzten Spieler kompensiert werden?
Vorrangiges Ziel der Reserve ist es natürlich die Jugendspieler im Erwachsenenbereich zu integrieren. Dennoch wollen wir von Anfang an „Oben“ mitmischen, damit es für uns und unseren Anhang eine spannende und interessante Saison wird. Durch die vielen verletzten Spieler der 1. Mannschaft sowie urlaubsbedingte Ausfälle einiger Leistungsträger der Reserve zu Beginn der Saison werden wir in den ersten Wochen noch spielerische Defizite haben. Ich hoffe, dass wir diese Defizite durch unsere körperliche Fitness und unseren guten Teamgeist wettmachen können.
Wann werden die Langzeitverletzten wieder ins Geschehen eingreifen?
Bei Hefele Christian hoffen wir, dass die Verletzung nicht chronisch wird wie bei seinem Cousin Hefele Markus, da vieles darauf hindeutet, dass die Verletzung erblich bedingt ist.
Bei Daniel Lämmerhirt wurde ein Anriss des Kreuzbandes festgestellt. Hier wird sich erst in 5 Wochen entscheiden, ob er operiert werden muss. Er wird auf jeden Fall längerfristig Ausfallen.
Mein Bruder Elias hat sich zum 2. Mal das Kreuzband gerissen und will sich voraussichtlich im Frühjahr einer weiteren OP unterziehen. Ob und wann er wieder spielt ist noch ungewiss.
Die Rückkehr von Stefan Gerum steht auch noch in den Sternen, da er (nach zahlreichen Untersuchungen und OPs) immer noch auf eine eindeutige Diagnose wartet.
Thomas Bader musste seine Karriere auf Grund chronischer Sprunggelenksprobleme beenden, was uns besonders hart traf.
Allen verletzten Spielern auf diesem Wege gute Besserung und baldige Genesung.
Wer wird die Reserve in der 2. Halbzeit coachen, wenn Du Dich vernünftig für das Spiel der 1. Mannschaft aufwärmen sollst?
In der zweiten Halbzeit sind die beiden „alten Hasen“ Wolfgang Holzapfel und Lars Mühlnikel, sowie unser Kapitän Michael Kiechle für die Geschicke der Mannschaft verantwortlich. Ich versuche aber, bereits in der Halbzeitansprache die Weichen für eine erfolgreiche 2. Halbzeit zu stellen und mich mit den Dreien bestmöglich abzustimmen.
Noch ein paar Fragen zur 1. Mannschaft. Wieviel Punkte müssen aus der ersten Woche mit drei Spielen rausspringen, damit wir von einem gelungenen Saisonstart sprechen können?
Ziel muss es natürlich sein, zu Saisonbeginn so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Mit den beiden schweren Auswärtsspielen in Babenhausen und in Günz/Lauben wird dies aber mit Sicherheit kein einfaches Unterfangen.
Inklusive der Jugendspieler haben wir diese Saison 8 Neuzugänge zu vermelden. Sind diese gut in die Mannschaft integriert worden?
Die 3 Neuzugänge passen sehr gut zu unserer jungen Truppe und haben sich prima integriert. 2 davon spielten schon einmal in Lamerdingen und der Dritte ist nach Lamerdingen gezogen. Somit waren es ja eh keine Unbekannten. Die Jugendspieler sind mit sehr viel Elan und Wissbegierigkeit bei der Sache. Die junge Mannschaft mit ihrer lockeren und offenen Art erleichtert es aber Neuzugängen ungemein, sich in der Truppe zurechtzufinden.
Eine weitere wichtige Frage bezüglich der Neuzugänge. Wie hoch ist die übliche Anzahl an Moß´n zum Einstand und wann kann Deiner Meinung nach mit deren Bezahlung gerechnet werden?
Hier liegt der Druck voll auf den Neuzugängen. Ich will ja die Latte nicht zu hoch legen, aber ich glaub bei mir waren es mindestens 5 Moß (oder waren`s 10).
Mein Tipp: Lieber zu viele als zu wenig, nicht dass der gute Integrationsgrad (siehe vorangegangene Frage) rapide absinkt. J
Nach dem Sport soll man ja bekanntlich viel Flüssigkeit zu sich nehmen und deshalb würde ich für den Termin gleich mal den ersten Spieltag vorschlagen.
Der Sportheim-Fez sonntags nach dem Spiel ist mittlerweile legendär. Nachdem bei Dir nun die Studenten-Zeiten vorüber sind, stellt sich die Frage, ob Du uns diese Saison wieder tatkräftig mit Gesang und guter Stimmung unterstützen kannst?
Ich werde mich diese Saison nur noch auf den Sport konzentrieren. Nach dem Spiel werde ich maximal eine Sport-Limonade zu mir nehmen und danach ab ins Bett, damit ich für den nächsten Arbeitstag wieder gut gerüstet bin.
Spaß beiseite. Die letzten Jahre waren wirklich sensationell. Was da auf dem Platz und dann danach im Sportheim abgegangen ist war der helle Wahnsinn. Leider gibt es da ja auch ein paar negative Begleiterscheinungen (Loch im Geldbeutel, Kopfweh, Müdigkeit, Heiserkeit,…). Da ich die Mannschaft aber auf keinen Fall im Stich lassen kann, werden wir schon wieder das „ein oder andere Mal“ „gemütlich“ zusammensitzen.
Also jeden Sonntag wieder. Beim Kartenspielen bist Du ja immer ganz weit vorn. Ob Watten, Schafkopf oder Sechsundsechzig, überall zählst Du zur Elite. Nur beim Pokern haperts gewaltig! Wirst Du Dein Poker-Spiel verbessern, oder ist Deine Poker-Karriere - wie bereits mehrmals angekündigt - nun definitiv vorbei?
Die Urbayrischen Kartenspiele stehen mir einfach besser. Vor allem das Watten hat`s mir angetan. Das ist unkomplizierter, lustiger, man spielt im Team und als Bazi kann man da auch immer a bissl was tricksen. Außerdem spiel ich lieber ums Bier als um Geld.
Beim Poker wäre es wohl sinnvoller ich würde meine Karriere beenden, als an meinem Spiel zu arbeiten. Ihr müsst Euch dann halt einfach einen neuen Sponsor suchen.
Natürlich wird nur um Chips gespielt. Dann wünsch ich Dir eine erfolgreiche, aber vor allem verletzungsfreie Saison. Danke für das Gespräch.

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