Die Eckdaten des FSV Der FSV Lamerdingen wurde am 15. Juli 1947 gegründet. 1. Aufstieg in die B-Klasse 1952 2. Aufstieg in die B-Klasse 1958 3. Aufstieg in die B-Klasse 1960 4. Aufstieg in die B-Klasse 1969 5. Aufstieg in die B-Klasse 1987 6. Aufstieg in die B-Klasse 1991 7. Aufstieg in die Kreisliga 2006 8. Aufstieg in die Bezirksliga 2008 Sportheimbau 1972 - 1974 Sportplatzbau mit Flutlichtanlage 1987 - 1989 Sportheim - Anbau West/Ost 1993 / 1996 Tribünenbau 2006-2007
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Die Vorstände in der Vereinsgeschichte des FSV
Die Schiedsrichter der Vereinsgeschichte Andreas Menner sen., Gallus Heider, Simon Merk, Helmut Schwarz, Roland Steinhauer, Konrad Hefele, Andreas Schaudt,
Martin Horn, Tobias Holzmann, Maximilian Jaser, Alois Geiger - sind nicht mehr aktiv. |
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50 Jahre Fußball-Sport Verein Lamerdingen Man schrieb das Jahr 1947. Zwei Jahre nach dem 2.Weltkrieg war Deutschland ein Trümmerhaufen. Im ganzen Land herrschte Not und Elend. Für Geld gab es nichts zu kaufen, sondern nur, wer "etwas" zu tauschen hatte, konnte sich über Wasser halten. Die Ströme von Heimatvertriebenen und Flüchtlingen trugen zur Überbevölkerung vor allem in den Dörfern bei. Arbeit und Brot war das Gebot der Stunde. Auch in Lamerdingen ging diese Zeit nicht spurlos vorüber. Unser Ort, der vor dem Krieg 550 Einwohner zählte, hatte sich plötzlich auf über 1000 Einwohner vergrößert. So waren plötzlich die Hälfte der Bevölkerung Flüchtlinge und Heimatvertriebene, die vor allem aus dem Sudetenland kamen. Vergnügungen wie Festlichkeiten und andere Veranstaltungen gab es nicht, trotzdem kam sich besonders die Jugend recht bald näher. So war es nicht verwunderlich, daß sich eine Hand voll junger Männer zwischen 18 und 25 Jahren im Gasthaus Sonne trafen. Neben Erzählungen aus dem Krieg oder Gefangenschaft waren auch Geschichten von der Vertreibung aus der Heimat dabei. Plötzlich fiel das Stichwort "Fußball". Alle nahmen das Thema begeistert auf und verabredeten sich für den nächsten Sonntag, wobei sie bei Freunden und Bekannten Reklame machten. Schon bei dieser Zusammenkunft bestand ein überaus großes Interesse für den Fußballsport. Wortführer war damals Gustav Gartus, Heimatvertriebener aus dem Sudetenland. Er stellte auch seinen Bruder Karl Gartus vor, der früher in Pilsen Fußball gespielt hatte. Beide waren Kenner auf dem Gebiet und so wurde gleich über das Organisatorische gesprochen. Man benötigte Fußballkleidung, Fußballschuhe, einen entsprechenden Platz und auch Tore. Auch Spielerpässe waren erforderlich und so vieles mehr. So begann ein Handeln und Organisieren, um eine Mannschaft auszustatten. Alle waren sich jedoch bald einig, es mußte ein Verein gegründet werden, um Mitglied des Bayerischen Fußballverbandes zu werden. Die sogenannten wilden Spiele sollten in geregelte Bahnen gelenkt werden. So kam es am 15. Juli 1947 zur Gründungsversammlung, an der rund 20 Fußballfreunde den FSV Lamerdingen (Fußball-Sport-Verein ) aus der Taufe hoben. Folgende Vorstandschaft wurde damals gewählt: Vorstand Gartus hatte bereits für den 17. Juli 1947 ein Freundschaftsspiel in Ettringen organisiert. Alle Spieler waren aufgeregt, sollten sie doch zum ersten Mal unter Leitung eines Schiedsrichters und vor zahlreichen Zuschauern spielen. Das Spiel wurde mit 2:0 gewonnen. Dabei schoß Leonhard Menner das 1 : 0 und damit das 1. Tor in der Geschichte des FSV-Lamerdingen. Das 2:0 war ein Eigentor der Ettringer. Die Aufstellung der ersten Stunde: Willi Herold - Rudi Schmiechen - Otto Kindermann - Hans Holzmann - Hans Gayer - Franz Hoier - Josef Erhart - Leonhard Menner - Karl Gartus - Edi Steiner und Arnold B. Nach diesem Spiel war in Lamerdingen die Fußballbegeisterung ausgebrochen. In wenigen Tagen wuchs die Mitgliederzahl von 20 auf 60 an. In ganz kurzer Zeit konnte eine Reserve und eine Jugendmannschaft auf die Beine gestellt werden. In den ersten Wochen wurde nur Auswärts gespielt, da man noch keinen geeigneten Platz gefunden hatte. Man spielte auch noch mit weißen Unterhemden, schwarzen oder dunklen Hosen sowie hellen Strümpfen. Fußballschuhe bestanden zum Teil aus Arbeitsschuhen, die der Schuster Andreas Zech mit Stollen bestückt hatte. Der "Untere Wirt" Schneider war es, der eine Wiese östlich der Bahnlinie bis zum Frühjahr 1948 zur Verfügung stellte. Da auch das Holz für Tore organisiert werden konnte, hatte der FSV endlich seinen eigenen Fußballplatz. Zur Eröffnung wurde der damals ebenfalls neu gegründete SV Erpfting eingeladen. Gespielt haben die 1. Mannschaft, die Reserve und die Jugendmannschaft vor einigen hundert Zuschauern, wobei alle Mannschaften des FSV siegreich blieben. Unter den schwierigsten Umständen konnten Trikots erstanden werden, um an der Punktspielrunde teilzunehmen (Schwarzmarkt). Hier stellte man bald fest, daß da ein anderer Wind weht. Der FSV-Lamerdingen spielte nämlich in folgender Gruppe: Buchloe, Schwabmünchen, Bobingen, Landsberg, Hurlach, Langerringen, Untermeitingen, Ettringen, Wiedergeltingen und Kloster-Lechfeld. Teilweise mußte der FSV zweistellige Niederlagen hinnehmen. Daß eine Beitrittserklärung oft kuriose und sehr weite Wege gehen muß, davon weiß unser Sportkamerad Peter Altegger zu berichten. Er befand sich 1947 in russischer Gefangenschaft, als ihm seine Mutter schrieb, in Lamerdingen habe man einen Fußballverein gegründet. Prompt schrieb er zurück, sie solle ihn sofort als Mitglied anmelden, denn wenn er nach Lamerdingen zurückkomme, wollte er sofort Fußball spielen.
Die Mannschaft im 1. Spieljahr1947/48 (stehend von links): Otto Kindermann, Navratil, Leonhard Menner, Franz Hoier, Ernst Landgraf, Alois Bandl, Anton Erber, Karl Gartus, kniend von links: Andreas Zech, Josef Erhart jun., Hans Gayer. Bereits das 2. Spieljahr sollte die erste Bewährungsprobe für den jungen Verein bringen. Da die 1. Mannschaft durchwegs mit heimatvertriebenen Spielern bestückt war, den Einheimischen lediglich die 2. Garnitur übrig blieb, bahnte sich der erste Streit an. Dazu kam, daß die 2. Mannschaft oft besser spielte als die 1. Mannschaft. Doch die Spieler und Verantwortlichen setzten sich zusammen, formten eine starke 1. Mannschaft und von da an ging es gleich wieder besser. In den Jahren 1948/49 wurden viele Vereine gegründet. So hatte auch Großkitzighofen einen eigenen Fußballverein. Der FSV gewann dort mit 13:0 Toren und belegte somit den 3. Platz in der Meisterrunde vor Großkitzighofen.
Das Bild zeigt die neuformierte Mannschaft (stehend von links: Otto Kindermann, Eduard Steiner, Franz Hoier, Leonhard Menner, Rudolf Pillus, Anton Erber, Ernst Landgraf, Karl Gartus und Vorstand Gustav Gartus. Liegend von links: Josef Erhart, Helmut Gottscholk und Alois Bandl. 1. Aufstieg in die B-Klasse 1952 In diesem Spieljahr konnte sich der FSV-Lamerdingen durch Zugänge aus Großkitzighofen und Irsingen verstärken, da diese Vereine bereits wieder aufgelöst worden waren. Der FSV spielte an der Spitze mit und gewann sein letztes Spiel gegen den TV Waal trotz 1:3 Rückstand noch mit 4:3 Toren. Dadurch zog man mit Asch punktgleich. Das Entscheidungsspiel wurde auf neutralem Platz in Buchloe ausgetragen und mit 3:1 gewonnen. Lamerdingen war Tabellenerster und damit Aufsteiger in die B-Klasse. Drei Jahre durfte der FSV in dieser Spielklasse mitmischen. Im ersten Jahr reichte es nur zum vorletzten Platz, aber zum Klassenerhalt. Im zweiten Jahr erkämpfte sich der FSV schon ein gesichertes Mittelfeld und stand im dritten Jahr zur Winterpause auf einem vielversprechenden dritten Platz. Als dann auch noch der bis dahin ungeschlagene Tabellenführer aus Wehringen mit 1: 0 bezwungen wurde, schwebten alle auf Wolke sieben und sprachen nur noch von der A-Klasse. Um dieses Ziel zu erreichen, verstärkte sich der FSV mit folgenden Spielern aus Buchloe: Fritz Heimerl, Rudolf Brinz, Josef Marazek, Gerhard Garbatschek und Erich Schwarm. Doch leider ging der Schuß nach hinten los. Die wichtigsten Spiele wurden verloren und so fand man sich am Ende der Saison auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder. der den Abstieg in die C-Kasse bedeutete. Begleiter auf diesem bitteren Gang war als Tabellenletzter der TV-Waal.
Die Meistermannschaft von 1952 (stehend von links): Franz Hoier, Otto Kindermann, Edi Steiner. Leonhard Menner, Rudolf Pillus, Anton Erber, Ernst Landgraf, Karl Gartus. Kniend von links.- Josef Erhart, Helmut Gottscholk und Alois Bandl. Auf diesem Bild fehlen: Peter Altegger, Alfred Haase, Stephan Starkmann und Helmut Hiligart. Nach dem Abstieg machte der Verein eine lange und schwere Durststrecke durch. Einige Spieler hängten ihre Fußballstiefel an den berühmten Nagel und die Neuzugänge aus Buchloe kehrten dem FSV den Rücken zu. Nur der Haudegen "Josl" Marazek half mit, diese Krise zu überwinden. Nachdem mehrere Spieler aus der Jugendmeistermannschaft in den Seniorenkader aufrückten, schaffte der FSV 1958 den erneuten Aufstieg in die B-Klasse.
So stellte sich die Mannschaft 1958 in der B-Klasse vor. Dem Aufstieg 1958 folgte ein Jahr später der Abstieg in die C-Klasse. Aber schon nach einem Jahr war der Aufstieg in die B-Klasse erneut geschafft, von der man postwendend nach einem Jahr Zugehörigkeit zurück in die unterste Spielklasse absteigen mußte. Hier spielte man die folgenden Jahre mit wechselndem Erfolg. Da Nachwuchsarbeit quasi nicht betrieben wurde, war es immer schwieriger, die Mannschaften mit 11 Spielern aufs Spielfeld zu schicken. So war es nicht verwunderlich, daß in den Jahren 1964 bis 1966 sage und schreibe 2 Jahre lang kein Spiel mehr gewonnen werden konnte.
Die 1. Mannschaft des FSV Lamerdingen im Jahre 1960 Zwischenzeitlich war 1960 der Sportplatz außerhalb der Bahnlinie verlegt worden, dort, wo der FSV noch heute sein Zuhause hat, denn der bisherige Platz war zu Baugrund erklärt worden.
Die 1. Mannschaft 1969 Wie bereits erwähnt, hatte der FSV-Lamerdingen seit 1966 Andreas Menner als 1. Vorstand auf der Kommandobrücke. Mit seiner Führungsmannschaft arbeitete er kontinuierlich die Fehler der vergangenen Jahre auf und legte den Grundstein für den Weiterbestand und späteren Aufschwung des Vereins. So gab sich der Verein 1972 eine Satzung und wurde ins Vereinsregister eingetragen. Ab diesem Zeitpunkt führt der FSV Lamerdingen den Zusatz " e. V.". Von 1970 bis 1987 spielte nun die Mannschaft mit kleinerem und auch größerem Erfolg in der C-Klasse Kaufbeuren. So hatte man z. B. 1982 als Tabellenerster bereits neun Punkte Vorsprung, schaffte aber mit Müh' und Not am Ende die Punktgleichheit mit Kaufbeuren II. Das Entscheidungsspiel um Platz 1 entschied Kaufbeuren II für sich. Als Tabellenzweiter kämpfte man gegen Bertoldshofen um den 2. Aufstiegsplatz und verlor auch dieses Spiel.
Die Aufstiegsmannschaft von 1987 Die Verantwortlichen, der Trainer und die Mannschaft und nicht zu vergessen, die treue Fan-Gemeinde sind sich einig, die Mannschaft hat das Können und den Willen, den Klassenerhalt zu schaffen. Die Bezeichnung "Fahrstuhlmannschaft" ist für den FSV Lamerdingen ein für alle mal Vergangenheit!
Meistermannschaft und Aufsteiger in die B-Klasse 1991
Im Jahr 2006 war es dann so weit, der erste Aufstieg in die Kreisliga war perfekt: Nach einer starken Rückrunde ohne Niederlage besiegte man im letzten Spiel vor großer Kulisse den TSV Markt Wald mit 7-1. Die Aufstiegsmannschaft in die Kreisliga 2005/06
Von links hinten: Trainer Guido Kandzira (A-Lizenz), Robert Stammel, Christian Wörle, Michael Menner, Sven Pfennig, Martin Keul, Betreuer Klaus Wunder
In der ersten Kreisligasaison der Vereinsgeschichte 2006/2007 landete das Team um Trainer Guido Kandziora auf dem zweiten Tabellenplatz, der zur Aufstiegsrelegation berechtigte. Hier unterlag der FSV in Mindelheim gegen den SV Egg an der Günz mit 2:1. In der folgenden Saison 2007/2008 erreichte der FSV wiederum den zweiten Tabellenplatz. In der ersten Relegationspartie in Schwabmünchen besiegte der FSV den FSV Inningen nach torlosen 120 Minuten im Elfmeterschießen. Im zweiten und entscheidenden Spiel in Germaringen schaffte der FSV durch einen 2:0 Sieg gegen den TSV Lengenwang vor einer Kulisse von ca. 1500 Zuschauern den Sprung in die Bezirksliga.
Hinten: Trainer Guido Kandziora, Patrick Starker, Daniel Knopp, Andreas Beilharz, Stefan Hefele, Christian Wörle, Manuel Hagg Mitte: 1. Vorstand Karl Lang, Florian Pohl, Andreas Mayr, Matthias Schirpfer, Armin Ort, Markus Heinzler, Betreuer Klaus Fischer Vorne: Betreuer Klaus Wunder, Kapitän Markus Schäll, Bernhard Fendt, Wolfgang Holzapfel, Tobias Grünecker, Michael Menner, Robert Stammel, Betreuer Werner Menner Die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte wurde durch die erstmalige Meisterschaft der Reservemannschaft komplettiert.
Hinten: Kapitän Michael Kiechle mit Sohn Jonas, Trainer Bernhard Fendt, Florian Pohl,Lars Mühlnikel, Sven Pfennig, Alexander Wunder, Norbert Käß, Matthias Stocker, Nicolas Natterer, Andreas Mayr, Jürgen Engelhart, Betreuer Klaus Wunder, Thomas Baumgartner Vorne: Christoph Vogel, Sebastian Heisterkamp, Max Jaser, Tobias Käß, Thomas Jaser, Wolfgang Holzapfel, Raphael Nägele, Richard Forster, Martin Horn, Stefan Gerum
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Die Sportplätze des FSV Lamerdingen und sein Sportheim Fast so wechselhaft wie die Auf- und Abstiege war für den Verein lange Zeit die Frage nach einem geeigneten Fußballplatz.
Nach einem Faschingsgaudispiel zwischen dem Musikverein Lamerdingen und dem FSV mit Georg Baur hoch zu Roß. Sportkameraden bauten damals Umkleideräume und fertigten eine Platzumzäunung aus Metallrohren.
Unser Platzmeister, “Buddy”, in Aktion Da für die vielen Geräte ( z. B. fahrbarer Rasenmäher) kein Platz zum Unterstellen vorhanden war, beschloß die Generalversammlung 1993 unter Vorstand Isidor Niederreiner den Bau einer Gerätehalle als Anbau an das Sportheim an der Westseite. Baubeginn war im August 1993. Im gleichen Jahr wurde noch der Rohbau fertig gestellt.
Das FSV-Sportheim, mit Mannschaftsräumen und Wirtschaftstrakt. |
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